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tuina-therapie

Die chinesische Massage (Tui-na) geht weit über die anderen Massagetechniken hinaus. Sie ist wesentlich kompletter. Denn die Behandlung beschränkt sich nicht allein auf die Behandlung von Symptomen sondern zielt vor allem auf die Bekämpfung der Ursachen von Leiden. Tuina basiert auf der theoretischen Grundlage der Akupunktur – mit anderen Worten »Akupunktur mit den Fingern«– jedoch nicht zu verwechseln mit Akupressur, deren alleiniges Ziel die Schmerzbekämpfung ist.

Wann wird diese Technik angewandt?
Bei allen Beschwerden am Bewegungsapparat, jedoch erst nach Diagnosestellung durch einen Arzt, um organisch bedingte Ursachen auszuschließen (z.B. Schulterschmerz bei Gallen- und Darmbeschwerden). Die Anwendung der Tuina-Technik in der Orthopädie, Sportmedizin und Unfallchirurgie ist eine Domäne der traditionellen chinesischen Massage. Tuina-Therapie ist eine Methode, die bei richtiger und sachgemäßer Anwendung äußerst wirksam ist. Der Erfolg der Behandlung setzt natürlich ein profundes theoretisches Wissen voraus, besonders was die Lokalisation der einzelnen Punkte betrifft.

Die Behandlungsserie selbst umfasst 10 Sitzungen, wobei meistens nach der 4. Behandlung eine merkliche Besserung eintritt. Die verbleibenden sechs Sitzungen sollen eine Stabilisierung des schmerzfreien Zustandes herbeiführen. Leider kommt es nur allzu oft vor, dass der Patient, sobald keine Schmerzen mehr spürbar sind, die Behandlung abbricht, was zur Folge hat, dass er nach kurzer Zeit neuerlich Schmerzen bekommt. Deshalb sollte eine Behandlungssequenz unbedingt komplett abgeschlossen werden.